Immobilien-Leasing: Perfekte Alternative für Miete und Kauf?

Immobilien-Leasing: Perfekte Alternative für Miete und Kauf?

Immobilien-Leasing: Perfekte Alternative für Miete und Kauf? 1397 750 PIPPING

Mit Immo­bi­lien-Leasing können Sie die Vorteile aus Miete und Leasing mitein­ander kombi­nieren. Beson­ders inter­es­sant ist die Option, da es die Aufwen­dung von Eigen­ka­pitel in redu­ziert. Der Erwerb einer Immo­bilie lässt sich mit Immo­bi­lien-Leasing deut­lich flexi­bler gestalten.

Aber für wen eignet sich dieses Modell wirk­lich? Welche Kosten kommen auf Leasing-Nehmer zu? Wir erklären Ihnen in unserem Guide, wie die alter­na­tive Methode zum Kauf funk­tio­niert und welche Details Sie beachten sollten.

Immobilien-Leasing Perfekte Alternative für Miete und Kauf

Immobilienverkauf mit PIPPING

Mit unseren Ratge­ber­texten geben wir Ihnen einen Über­blick über die wich­tigsten Themen der Immo­bi­li­en­branche. Aufgrund sich verän­dernder Geset­zes­lagen und aktua­li­sierter Rechts­texte können einzelne Angaben abwei­chen. Mit unserem Über­blick erhalten Sie einen ersten Eindruck, wodurch eine sach­ge­mäße Bera­tung bei Fach­ex­perten für Rechts- oder Finanz­fragen nicht ersetzt wird. Wenn Sie einen zukünf­tigen Verkauf planen, stehen wir Ihnen gern mit unserem umfang­rei­chen Service­ka­talog zur Verfü­gung und nehmen eine profes­sio­nelle Immo­bi­lien­be­wer­tung in Schleswig-Holstein und Hamburg vor.

Immobilien-Leasing: Was ist das?

Wer mit dem Gedanken spielt, eine Immo­bilie zu kaufen, muss eine große Summe an Eigen­ka­pital vorweisen können. In einigen Fällen ist die Aufnahme eines Kredites kompli­ziert oder wird seitens der Bank abge­lehnt, was den Traum von der eigenen Immo­bilie schnell platzen lassen kann. Mit der Option des Leasings kann dieser Punkt – ähnlich wie beim KfZ-Leasing – umgangen werden. Dabei über­lässt der Leasing-Geber dem Nehmer die Immo­bilie für einen defi­nierten Zeit­rahmen. Inner­halb dieses Zeit­raumes wird eine monat­liche Rate an den Leasing-Geber gezahlt, die als eine Art Miete zu verstehen ist.

Läuft der verein­barte Vertrag über die Nutzung der Immo­bilie aus, erhält der Leasing-Nehmer die Möglich­keit, die Immo­bilie voll­ständig zu kaufen oder wieder an den Leasing-Geber zu über­geben. Eine Verlän­ge­rung des Leasing-Vertrages ist in den seltensten Fällen üblich.

Vorteile und Nachteile des Immobilien-Leasings

Der große Vorteil des Leasings ist, dass Inter­es­senten kein Eigen­ka­pital aufbringen müssen. Die Zahlungs­fä­hig­keit und Liqui­dität des Leasing-Nehmers bleibt erhalten. Vorrangig Unter­nehmen profi­tieren von diesem Aspekt, um Betriebs­aus­gaben besser zu koor­di­nieren und zu verteilen. Auch steu­er­liche Vorteile spielen in diesem Zuge eine Rolle.

An dieser Stelle offen­bart sich der Nach­teil des Immo­bi­lien-Leasings: Da Immo­bi­lien-Leasing in vielen Fällen erst ab einem Gebäu­de­wert in Millio­nen­höhe sinn­voll ist, kommt diese Möglich­keit der Finan­zie­rung für Privat­per­sonen eher selten infrage.

Zudem müssen neben der Leasing­rate weitere Kosten wie Zinsen, Verwal­tungs­kos­ten­bei­trag und Tilgungs­raten einkal­ku­liert werden. Bleibt mit Ablauf des Vertrags­rah­mens ein offener Betrag bestehen, muss diese Rest­schuld selbst­ver­ständ­lich begli­chen werden.

Welche Leasing-Arten existieren?

Drei Möglich­keiten, einen Leasing-Vertrag abzu­schließen, stehen Immo­bi­lien-Nehmern zur Verfügung:

Neubau-Leasing: Der Leasing-Geber errichtet auf einem Grund­stück einen Neubau, der den Vorgaben und Wünschen des Leasing-Nehmers entspricht. Dabei kann es sich um eine Wohn- wie auch eine Gewer­be­im­mo­bilie handeln.

Buy-and-Lease: Auf Wunsch des Leasing-Nehmers kauft der Leasing-Geber eine Bestands­im­mo­bilie. Die erwor­bene Immo­bilie wird anschlie­ßend an den Leasing-Nehmer für einen bestimmten Zeit­raum vermietet, an dessen Ende der mögliche Kauf steht.

Sale-and-Lease-Back: Ein Immo­bi­li­en­be­sitzer verkauft seine Immo­bilie an einen Leasing-Geber. Anschlie­ßend wird ein Leasing-Vertrag geschlossen, der den ehema­ligen Immo­bi­li­en­be­sitzer zum Leasing-Nehmer macht. Diese Option wird bei finan­zi­ellen Engpässen gezogen.

Worin unterscheidet sich die Miete vom Leasen?

Grund­le­gend unter­scheidet sich ein Miet­ver­hältnis von einem Leasing-Vertrag kaum. Eine monat­liche Rate wird an den Immo­bi­li­en­be­sitzer gezahlt, um die Nutzung recht­mäßig aufrecht­zu­er­halten. Aller­dings unter­scheiden sich die Rechte und Pflichten zwischen Leasing-Nehmer und einem Mieter. Während ein Mieter Kosten für Repa­ra­turen und Instand­hal­tungs­ar­beiten an den Vermieter weiter­rei­chen kann, muss ein Leasing-Nehmer alle anfal­lenden Verpflich­tungen selbst über­nehmen. Er über­nimmt auf gewisse Art Pflichten des Eigentümers.

Der größte Unter­schied ist jedoch das Kauf­recht. An das Ende eines Mieter­ver­hält­nisses sind keine Pflichten gebunden. Ein Leasing-Vertrag setzt jedoch die Entschei­dung voraus, ob ein Kauf vorge­nommen werden soll oder die Immo­bilie Eigentum des Leasing-Gebers bleibt. Zudem ist eine mögliche Rest­schuld der Raten zu beglei­chen. Auch die Kündi­gungs­fristen weisen Unter­schiede auf: Mit einer Kündi­gungs­frist von 3 Monaten kann ein Mieter seine Wohnung kündigen. Beim Leasing ist in den ersten 10 Jahren ein Rück­tritt ausge­schlossen. Erst danach ist ein Beenden des Vertrags möglich.

In Kürze: Gewerblich ja, privat nein

Die Idee des Immo­bi­lien-Leasing ist für Unter­nehmen und Gewer­be­trei­bende eine poten­zi­elle Möglich­keit, ihre Kosten zu opti­mieren. Beson­ders kleine Firmen, die ihre Kalku­la­tionen gering halten müssen und dennoch Geschäfts­räume benö­tigen, profi­tieren von dieser Gele­gen­heit. Für Privat­per­sonen ist das Leasen von Immo­bi­lien nur in Ausnah­me­fällen eine Option, die im Vorfeld durch­dacht werden sollte – hinsicht­lich Vor- und Nachteilen.