Immobilienblase 2022: Wandel ist absehbar

Immobilienblase 2022: Wandel ist absehbar

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Wie die DZ Bank berichtet, geht das hohe Preis­ni­veau auf dem deut­schen Wohnungs­markt in den Endspurt. Rund 84 Milli­arden Euro vergaben Banken im 1. Quartal, was deut­lich über den Vorjah­res­durschnitten von 64 Milli­arden Euro lag. Der Grund liegt in dem bereits begon­nenen Zinsanstieg.

Bisher konnten die stei­genden Immo­bi­li­en­preise durch die sinkenden Bauzinsen ausge­gli­chen werden. Auf einen weiteren Sink­flug sollte jedoch nicht weiter gehofft werden. Während die Preise stagnieren, steigen die Bauzinsen und bringen die bisher ausge­gli­chene Entwick­lung in eine neue Ausgangslage.

Sinkende Preise eine Frage der Zeit

Laut einer Studie des Verbands deut­scher Pfand­brief­banken (VDP) klet­terten die Immo­bi­li­en­preise im Vergleich zum Vorjahr um weitere 11 Prozent. Als Makler­un­ter­nehmen beob­achten wir jedoch, dass die Nach­frage poten­zi­eller Käufer abnimmt. Ein Rück­gang ist zu verzeichnen, der eine Preis­sen­kung nicht unmög­lich erscheinen lässt. Stei­gende Preise brau­chen Käufer nicht mehr so immens fürchten wie noch vor einigen Monaten. Aller­dings ist Geduld gefragt, bis sich eine Entspan­nung auf dem Markt in Zahlen nieder­schlägt. Mit der Erhö­hung der Bauzinsen, die im Juni 2022 die Drei-Prozent-Marke über­schritt, wie Handels­blatt berich­tete, erhöhen sich die Kosten nun von anderer Seite.

Ganzheitliche Marktbetrachtung einbeziehen

Fehlender Wohn­raum, der dem notwen­digen Bedarf nicht annä­hernd gerecht werden kann, erweist sich als größte Ursache des hohen Preis­ni­veaus. Zwar spre­chen Politik und Regie­rung von neuen Wohn­quar­tieren, die in deut­schen Groß­städten Entlas­tung verspre­chen, doch in der Realität sind diese Pläne oftmals nur wohl­klin­gende Verspre­chen. Kosten­in­ten­sive Vorhaben, mangelnde Ressourcen oder fehlende Kapa­zi­täten bei Bauun­ter­nehmen bremsen die Verwirk­li­chung der Baupro­jekte aktuell heftig aus.

Der derzei­tige Kauf einer Immo­bilie sollte aus Exper­ten­sicht gut über­legt sein. Ist eine finan­zi­elle Absi­che­rung gegeben? Ist ein mögli­cher Preis­ver­fall der eigenen Immo­bilie zu verkraften? Wie gestaltet sich der Kredit­plan? Diese Fragen sollten zusammen mit Experten betrachtet und beant­wortet werden, um eine wohl­über­legte Entschei­dung zu treffen. Im Zweifel lieber abwarten als über­stürzt handeln.